Film des Tages: Shrek Forever

20 Aug

in deutscher Sprache

Auch Ogermänner bekommen Lebens- und Identitätskrisen.
In Weit Weit Weg sind die Auswirkungen allerdings etwas anders.

Wann: 21.00 Uhr
Wo: Fischerinsel, Echternacher See

Film des Tages: Inglourious Basterds

19 Aug

Tarantino ist nicht im Versöhnungs-Business.

Er ist im Rache-Business.

Und das Business boomt.

Heute, 21.00 Uhr auf der Fischerinsel am Echternacher See.

Film des Tages: Toy Story 3

17 Aug

in deutscher Sprache

Auf Woody und Co. wartet ein neues Abenteuer, die Kindertagesstädte!!!

“Toy Story 3″ ist sicher einer der lustigsten Filme des bisherigen Jahres. Dank neuen und alten Gags, die bei der ganzen Familie kein Auge trocken bleiben lassen und neuen coolen Charakteren.

Dabei sticht ganz besonders Barbie heraus, der heimliche Star dieses Films. Würde man ihr ja eher das Image einer nervigen Großstadttussi geben, stellt sich heraus, dass sie eine verwegene, emanzipierte Kämpferin ist, welche bravourös und mit viel Herz ihren Mann steht. Ken  ist genauso, wie wir ihn schon seit unseren Kindertagen kennen. Irgendwie charakterlos, schwach, unstabil. Und dann gibt es noch Lotso, der rosarne, nach Erdbeer riechende Kuschelbär. Aber an dieser Stelle soll nicht zu viel verraten werden…

Heute ist das Wetter endlich wieder besser. Und weil wir ein vorwiegend regenabweisendes Zelt haben, Kuscheldecken zum mieten, gratis selbstgemachten Popcorn (nur heute), Bier, Sekt, eine total coole Stimmung und eine super Landschaft drum herum, gibt es wirklich keinen Grund heute nicht mit der ganzen Großfamilie vorbeizukommen.

Wann: so gegen 21.oo Uhr
Wo: In Echternach AUF DEM See, Fischerinsel

Film des Tages: The Hangover

16 Aug

Die Geschichte fängt ganz klassisch an. Zwei Tage vor der Hochzeit fahren Doug, seine Kumpels und sein zukünftiger Schwager nach Las Vegas um Junggesellenabschied zu feiern. Dort wachen sie dann morgens auf und stellen fest, dass das Hotelzimmer verwüstet ist, der Bräutigam fehlt und sich ein unbekanntes Baby im Schrank befindet. Niemand kann sich an den vorherigen Abend erinnern und so begeben sich die drei Männer (Phil Wenneck, Stu Price, Alan Garner) auf eine abenteuerliche Odyssee durch Las Vegas um die Geschehnisse des vorherigen Abends zu rekonstruieren und natürlich um den Bräutigam wiederzufinden.

Misstrauische Kinogänger und Kritiker sind von diesem Film positiv überrascht worden. Hatten sie sich alle einen langweiligen Slapstick-Movie mit faden, kopierten Blödeleien erwartet. Der Film entpuppt sich jedoch als gut gespieltes, extrem lustiges, kurzweiliges Gagspektakel und hat heute schon einen gewissen Kultstatus erreicht.

Absolut Sehenswert!

Wo: Echternacher See, Fischer-Eiland
Wann: Wenn die Sonne die Horizont berührt
(gegen 21.00 Uhr)

Film des Tages: The Men who Stare at Goats

16 Aug

Bob Wilton (Ewan McGregor), genervt über seine langweilige journalistische Arbeit beim lokalen Käseblatt und frustriert wegen der Trennung von seiner Frau, bricht Hals über Kopf in den Irak auf um seine Exfrau zu beeindrucken und seinem Leben wieder einen Sinn zu geben. Aber bevor er das Kriegsgebiet erreichen kann, begegnet ihm Lyn Cassady (George Clooney).

Dieser erzählt ihm von seiner Spezialeinheit, eine Gruppe von Hippie-Kriegern, die ihre parapsychologischen Fähigkeiten trainieren um damit den Krieg zu beenden. Bob, zunächst sehr misstrauisch, entscheidet sich, Cassady auf einem geheimen Auftrag zu begleiten, weil er eine Gelegenheit wittert eine spektakuläre Enthüllungsstory zu schreiben. Was folgt ist eine sehr seltsame Odyssee durch die irakische Wüste.

Der Film hat seine skurrilen Momente. Wenn man in Rückblenden von den unkonventionellen Trainingsmethoden des Einheitsleiters, Bill Django (Jeff Bridges – I love you!!!) erfährt, welcher gerne mal Blumen an die jungen Rekruten verteilt und die “Novizen” in Trance durch die Kaserne tanzen lässt, oder wenn Cassady versucht seine tollen paranormalen Fähigkeiten vorzuführen und nachher doch irgendwie alles schief geht.

Trotzdem bleibt am Ende die Frage: “Was ist das eigentlich für ein Film und was will er uns sagen? Was hiervon ist eigentlich ernsthafte Kritik am kriegstreibenden Amerika und was ist nur sinnloser Slapstick? Hier handelt es sich weder um einen klassischen Anti-Kriegsfilm, noch um eine richtige Komödie und schon gar nicht um einen Enthüllungsthriller. Deswegen habe ich mich entschieden den Streifen als Ode an die Sinnlosigkeit zu deklarieren. Das ist heutzutage modern, lässt die intellektuelle Leserschaft hinhören und gibt viel Raum für Interpretation.

Zum Beispiel: Wenn Wilton und Cassady in einer greenhornartigen Aktion versuchen einem entführten Einheimischen das Leben zu retten und sich danach alle gegenseitig für ihre rücksichtslosen und gewalttätigen Landsmänner entschuldigen, gilt der Krieg als eine lose Verkettung von Zwischenfällen in dem es kein reines Gut und Böse gibt und niemand verstanden hat, worum es eigentlich geht.

Man kann den Film auch als eine Parodie auf Antikriegsfilme sehen. Als ein Statement dafür, dass niemand, der sich mit dem Thema Irakkrieg, in welcher Form auch immer, intensiv beschäftigt, wirklich begriffen hat wie sinnlos der Krieg, das Leben eigentlich sind.

Ja! Wir alle sind nur kleine Staubkörner, die ziellos und durchs Universum treiben. Niemand weiß wo wir herkamen und wo wir hingehen.

Und wenn man sich den Film mit diesem Gedanken im Hinterkopf  anschaut – dann macht alles plötzlich einen Sinn. Vielleicht…

Wo: Echternacher See, Fischerinsel
Zum Ziegenstarren werden Sie um 20.00 Uhr hereingelassen.
Los gehts gegen 21.00 Uhr oder bei Sonnenuntergang.

Film des Tages: Robin Hood (2010)

15 Aug

Fans von Mittelalter-Movies aufgepasst! Ridley Scott is in da House und er hat seine Homies Crowe und Blanchett und auch gleich noch das britische Wetter mitgebracht. (Aber das macht nichts. Wir vom Open Air-Kino haben ja ein Zelt).

Robin Hood ist wieder da. Man hat sich entschieden ein Prequel zu drehen, also die Vorgeschichte zur Robin Hood – Legende, wie wir sie kennen. Der Gegensatz dazu wäre quasi das Sequel, also die Fortsetzung. Wieso macht man so etwas? Die Hauptgründe sind hier wohl gewesen, dass wir uns emotional einfach nicht vom Costnerischen Hood trennen können und eine Fortsetzung blöd wäre, weil wir Robin und Marian nicht in ihrem Glück gestört sehen wollen – nach allem was sie schon durchmachen mussten. Hier erfahren wir also etwas von Robins turbulenter Vergangenheit und darüber wie in den Wirrungen einer dunklen dunklen Zeit, in der alles nur aus Krieg und sinnlosem Gemetzel zu bestehen scheint, die Frage nach dem Sinn von alldem aufkeimt. Das ist toll für uns, weil es nämlich viele packende Kampfszenen gibt.

Trotz zusammengeflickter Geschichte und grimmigen Crowe, ein unterhaltsamer und solide inszenierter Film.

Wo: Echternacher See, Fischerinsel
Wann: so gegen 21.00 Uhr

Film des Tages: Avatar – Aufbruch nach Pandora

14 Aug

Ein bisschen Science Fiction, beeidruckende Actionszenen mit neuartigen Special Effects und eine bewegende Liebesgeschichte in einer turbulenten Zeit, in der zwei verschiedene Völker versuchen zu überleben.

James Cameron hat wieder einen Coup gelandet und mit “Avatar” seinen vorherigen Film “Titanic” vom Platz eins der Liste der erfolgreichsten Filme abgelöst.

Lanweilig ist anders!

Wo: Echternacher See, Fischerinsel
Einlass: 20.00 Uhr
Beginn: nach Sonnenuntergang

Wir haben ein Zelt!

Film des Tages: Pulp Fiction

13 Aug

Eintritt frei

Quentin Tarantinos Neuinterpretation des Gangster-Genres hat in den neunziger Jahren für Aufruhe  gesorgt.
Der Kultfilm wurde mit dem Golden Globe und einem Oskar für das beste Original-Drehbuch ausgezeichnet und begeistert heute noch Scharen von alten und neuen Fans.

Wo: Echternacher See, Fischerinsel
Einlass: 20.00 Uhr
Beginn: 21.00 Uhr

Film der Woche: House of Boys

3 Jul

In Anwesenheit des Regisseurs!

Luxemburg, 80er Jahre. Nach seinem Coming-out, beschließt Frank aus dem spießigen Kleinstadtleben nach Amsterdam zu fliehen. Dort landet er schließlich in einem Männer-Stripclub, wo er den bisexuellen Jake kennenlernt und sich prompt in ihn verliebt. Die Geschichte nimmt jedoch eine tragische Wende, als Jake an AIDS erkrankt. Es beginnt ein langer Kampf gegen die Krankheit und ihre schrecklichen Umstände.

Dass HIV heutzutage noch immer ein eher vernachlässigtes (Tabu-)Thema ist, zeigen die vielen verlegenen Apotheker wenn man versucht Kondome zu kaufen, die unsichtbaren Informationsplakate an der Wand, die unvorhandenen Fernsehspots und die ständig steigende Anzahl der Infizierten in Luxemburg und im Rest der Welt.

Jean-Claude Schlimm hat über das Thema HIV/AIDS in den 80er Jahren den Film ‚House of Boys‘ gedreht. Eine tragische Liebesgeschichte, aber auch ein Aufklärungsfilm und ein Stück Persönliche-Erlebnisse-Verarbeitungsfilm, ohne dass man dies aber zu sehr unter die Nase gerieben bekommt. Denn wie die Ästhetik des Films verrät, hat Schlim seine Geschichte auch als eine Art Märchen realisiert in dem Menschen, Farben, Bildkompositionen irgendwie schöner sind als in der Realität. Dass es ihm gelungen ist, all dies auf so spannende Art und Weise miteinander zu vereinen und dass er dann auch noch so super Schauspieler gefunden hat, das ist schon einen dicken fetten Berlinale-Hug Wert. *hug*.

Wir freuen uns ganz besonders ihn am Mittwoch bei uns begrüßen zu dürfen. Wir spielen ‚House of Boys‘ und Jean-Claude Schlim wird da sein, um dem interessierten Sura-Publikum alle Fragen zu zur tollen Deko, angewandte Technik, spanendes Drehbuch und super Schauspieler zu beantworten.

Der Film läuft bei uns:
Am Mittwoch, dem 07. Juli 2010 um 20:00

AHHH! B.A. Baracus hat seinen Irokesen gestutzt:
Am Freitag, dem 02. Juli 2010 um 20:00
Am Samstag, dem 03. Juli 2010 um 20:00
Am Sonntag, dem 04. Juli 2010 um 20:00
Am Montag, dem 05. Juli 2010 um 20:00
Am Dienstag, dem 06. Juli 2010 um 20:00

Filme, die ich im CineSura viel lieber zeigte

25 Jun

Neulich zeigten wir im CineSura den Film „The Bounty Hunter“. Einer unserer Zuschauer hatte uns ins Gästebuch geschrieben: „ Ech war deen eenzeschen am Kino, an elo wees ech och firwat.“ Was uns daran so traurig macht ist, dass wir wissen, dass „The Bounty Hunter“ ein grottenschlechter Film ist. Aber es ist uns, aus tausend verschiedenen Gründen, nicht immer möglich, die Filme zu zeigen, die  wir für gut befinden. Davon mal abgesehen, dass das natürlich auch immer eine Frage des Geschmacks des Publikums ist.   Deswegen habe ich mir jetzt folgendes überlegt:
Ich stelle jetzt drei von über zehtausend tollen Filmen vor, die ich lieber im Sura spielen würde, die aber schon zu alt sind, oder die wir hier nie vom Filmverleih bekommen würden. Es lohnt sich diese Meisterwerke in der Cinémathèque anzuschauen oder ins CNA zu fahren um sie sich dort ganz umsonst auszuleihen und sich  mit dem netten Mitarbeiter an der Ausleihtheke darüber zu unterhalten. Und wenn dann die Bounty-Hunter-Woche vorbei ist, können Sie dann wieder zu uns ins Kino kommen.

Ich habe drei Filme ausgesucht, welche nicht durch den massiven Einsatz von Spezial Effekten oder amerikanischer Blödheit glänzen. Hier beweisen die Filmemacher wieder, dass man auch mit spartanischer Ausrüstung einen tollen Film machen kann. Mann braucht einfach ein paar gute Ideen und schon hat man eine Sahneschnitte von Film. (Mit Crème- und Puddingfüllung und kandierter Kirsche obendrauf.) Viel Spaß beim Probeschlemmern.

Le petit monde de Don Camillo
Italien/Frankreich 1952
Regie: Julien Duvivier, Mit: Gino Cervi als Peppone und Fernandel als Don

Der Film nach dem Buch von Giovanni Guareschi, spielt in einem italienischen Dorf, in dem zwei Parteien und deren Anführer um die Vorherrschaft ringen. Der frisch gewählte kommunistische Bürgermeister Peppone kümmert sich um die weltlichen Dinge und der engagierten Priester Don Camillo hat Religion und Glauben unter seiner Zuständigkeit. Das ganze ist reichhaltig bespickt mit typisch italienischem Humor.

Der  Film besticht vor allem durch seine lustigen Dialoge. Etwa wenn Don Camillo während der Prozession zu Jesus sagt: „Meine Güte,  dieses Kreuz ist aber schwer!“ und Jesus antwortet: „Wem sagst du´s (…)!“

Diesen Film zu verstehen setzt nicht unbedingt die Kenntnis der italienischen Seele voraus, aber es hilft rot und schwarz voneinander unterscheiden zu können, schon ein Mal die Internationale gehört zu haben und ein paar Stellen aus der Bibel zu kennen. Für einen lustigen, gemütlichen Abend in der Familie (na die Kinder sollten schon etwas älter sein) ist das genau der richtige Film.

Gigante
Uruguay/Argentinien/Deutschland/Spanien 2009
Regie: Adrián Biniez, Mit: Horacio Camandulle als Jara und Leonor Svarcas als Julia

Jara ist Wachmann in einem Supermarkt. Jeden Abend sitzt er in einem kleinen Zimmer vor einigen Bildschirmen und passt auf, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Dort ist er aber nicht alleine. Denn auch die Putzkolonne arbeitet nachts und als Jara die neue Putzfrau Julia auf seinen Überwachungsmonitoren erblickt, ist es um ihn geschehen. Es ist Liebe auf den ersten Blick und von jetzt an hat Jara nur noch Augen für sie. Da er  sich aber nicht traut sie anzusprechen, verfolgt er sie auf Schritt und Tritt und passt ganz gentlemanlike auf sie auf und das alles, ohne dass sie etwas davon mitbekommt.

Dies ist kein 100-Millionen-Dollar-Film. Die Szene, in der Julia beim Putzen einen Küchenpapierrollenturm zum Einstürzen bringt, ist die actionreichste und erstaunlicherweise nur mit einem einzigen Take gedreht worden. Es wird nicht so viel geredet in dem Film aber die Situationskomik  überzeugt auf sanfte aber geniale Art und Weise und  man kann sich so gut in den schüchternen Jara hineinversetzen, mit ihm hoffen und bangen, dass er seine Julia bald erobern kann.  Dieser Film wird von allen verstanden, die schon ein Mal verliebt waren und nicht wussten, wie sie sich mitteilen sollten. Nicht umsonst ist er auf der Berlinale 2009 drei Mal ausgezeichnet worden. Wer sich diesen Streifen entgehen lässt ist selbst schuld.

Die Leuchtkraft der Ziege -  eine Naturerscheinung
DDR, 1987, Regie: Jochen Kraußer

Ein  Kurzfilm aus „dunklen“ DDR-Zeiten, etwas skurril. Es geht um einen Amateurfilmer, der einigen Dorfbewohnern einen Film über die Leuchtkraft der Ziege zeigt… (Ach! Ich würde den ja so gerne als Eröffnungsfilm zum Clipstar zeigen).

Gesellschaftskritik durfte man damals ja nicht üben, weswegen sich manche  Kreative für den Weg ins Absurde/Komische entschieden. Kritik an der Gesellschaft und an der Art und Weise wie man damals Filme zu drehen hatte, wird zwar in diesem Streifen geübt, aber man muss schon ganz ganz gut hinsehen.  Macht aber nichts, wenn man das nicht gleich merkt. Beeindruckend sind in diesem Film vor allem die Kreativität und die Form des Humors. Es gibt eine kurze Szene in der zwar nur eine löchrige Ziegelmauer zu sehen ist, in der man aber mehr Kreativitiät, Situationskomik und Witz erkennen kann, als in hundert rezenten Hollywoodblockbustern. Die Selbstverständlichkeit dieser Kreativität und der Erfindungsreichtum der „Genossen aus dem Osten“  hauen einen um. Und wieder ein Mal haben wir den Beweis, dass es nicht darauf ankommt wie viel man für das Arbeitswerkzeug ausgegeben hat, sondern darauf, wie man es benutzt.

So long! Cinema forever!